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Regulierung der Kulturberufe in Deutschland: Strukturen, by Christiane Schnell

By Christiane Schnell

Kulturberufe gelten als Vorreiter in der Arbeitswelt der Wissens- und Informationsgesellschaft. Zwar hat die freie bzw. selbstständige Berufsausübung in den Kulturberufen in Deutschland eine lange culture, doch haben sich die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen der Regulierung im Zuge der so genannten Ökonomisierung des Kultur- und Mediensektors deutlich verändert. Es stellt sich die Frage nach der Reichweite von Strukturen und Strategien, die berufliche Autonomie und Eigenverantwortung in diesem Feld ermöglichen sollen.

Christiane Schnell entwickelt ein Konzept der individuellen Professionalisierung, das die Aneignung und Entwicklung von Handlungsressourcen als dynamischen Prozess der Interaktion von Struktur und Handeln betrachtet. Sie analysiert die Leistungen und Grenzen der Regulierung, beispielsweise durch Künstlersozialversicherung und Urheberrecht, sowie Strategien kollektiven Handelns und individueller Bewältigung von Zwängen des Marktes und sozialer Unsicherheit in diesem Feld.

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Mangelnde institutionelle Verknüpfung von (Aus-)Bildung und Arbeitsmarkt, temporäre Beschäftigungsverhältnisse und Wettbewerbsdruck müssen durch ein breites Spektrum so genannter Schlüsselkompetenzen, personaler Ressourcen wie „Flexibilität, Berufsethos und Arbeitszufriedenheit, Leistungsbereitschaft und Lernfähigkeit“ (Buttler 1999, 4) bzw. 17 Unter industriegesellschaftlichen Rahmenbedingungen traditionell als „weiche“ Faktoren gedeutet, werden überfachliche Kompetenzen somit deutlich stärker gewichtet (Baer 1999; Geissler 2000).

Die materiellen Interessen des Unternehmens und die Abhängigkeit der Beschäftigten werden durch diesen Diskurs verdeckt. Der Appell an die Ideale und Werte von Professionalität zielt darauf ab, in sehr tiefgehender Weise die Arbeitsmoral und Selbstkontrolle der Beschäftigten zu motivieren. 3 Kulturberufe als Pioniere einer zukünftigen Arbeitsgesellschaft? Im Zuge der sozio-ökonomischen Transformation erodiert das mit der Industrialisierung herausgebildete Modell von Arbeit und sozialer Sicherung.

Die Konzerne benutzen hingegen die ideellen Werte der Profession und die Abhängigkeit der Klienten von medizinischen (Hilfs-)Leistungen für ihre ökonomischen Interessen (vgl. 12 Auch in anderen Feldern wird eine gestiegene Bedeutung von Privatunternehmen konstatiert. Das populäre Image des unabhängigen Alleinpraktizierenden ist längst nicht mehr haltbar (Evetts 1999). Waren Professionelle immer schon nicht ausschließlich freiberuflich, sondern auch abhängig beschäftigt – wie im Krankenhaussektor –, so nehmen gegenwärtig diverse Formen der gewerblichen beziehungsweise der unternehmerischen Marktpartizipation deutlich zu.

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